
Samstag, 3. Oktober 2026, 17.00 Uhr
Kollegium Gambach, Freiburg
Vitaly
Pisarenko
Nach dem Gewinn des 8. Internationalen Liszt-Wettbewerbs in Utrecht erhielt Vitaly Pisarenko weltweit musikalische Anerkennung für sein ausgesprochen sanftes Spiel und seine packende Ausdrucksweise.
CHF 60 (I) ∙ CHF 50 (II)
CHF 25 (Junior 17-25) ∙ CHF 10 (Kids 5-16)
1 Getränk
inklusive
Vitaly Pisarenko
Vitaly Pisarenko vereint klangliche Sensibilität mit stupender Virtuosität und einer Ausdruckskraft von grosser Intensität. Sein Spiel zeichnet sich durch einen aussergewöhnlich weichen, singenden Anschlag aus, der selbst in weit gespannten Steigerungen Klarheit, Leuchtkraft und klangliche Noblesse bewahrt. Seine Technik entfaltet sich als organischer Bestandteil einer tief durchdrungenen musikalischen Gestaltung. Die New York Times würdigte ihn als "immens begabten Pianisten […] mit ungeheurer Technik, unzähligen Klangfarben und akribischer Präzision".
Wo immer der 39-jährige ukrainisch-russische "Poet am Klavier" auftritt, umgibt ihn eine Aura des Magischen, die das Publikum "atemlos und bewundernd" zuhören lässt. Dabei stellt Pisarenko sein Klavierspiel, das "sich dem Unglaublichen annähert", stets in den Dienst einer werktreuen Interpretation des Komponisten.
Kritiker würdigen besonders seine Fähigkeit, gross angelegte Spannungsbögen zu formen und dramatische Entwicklungen mit Präzision und innerer Logik aufzubauen. Dabei verbindet er lyrische Innigkeit mit struktureller Klarheit und einer dramaturgischen Gestaltungskraft, die seine Programme als in sich geschlossene Erzählungen erscheinen lässt. Sein interpretatorischer Ansatz ist geprägt von analytischer Durchdringung und zugleich von poetischer Freiheit. Nach seinem dritten Rezital in Singapur im Januar 2026 würdigte der Kritiker Chang Tou Liang die "Weite und Tiefe seiner Musikalität" und den "singenden Ton" seines Schubert-Spiels. Keine noch so vertrackte oder teuflisch schwierige technische Herausforderung könne ihn schrecken; entscheidend sei jedoch, dass es ihm nie um die blosse Bewältigung der Noten gehe, sondern darum, die Musik hervorzubringen.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Pisarenko 2008 mit dem Ersten Preis beim Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerb in Utrecht. "Vitaly Pisarenko spielt wie der junge Franz Liszt", schrieb das Algemeen Dagblad nach seinem Sieg. Vergleiche wurden mit so legendären Künstlern wie Shura Cherkassky und Jorge Bolet gezogen. 2015 festigte Pisarenko seine internationale Stellung mit dem Dritten Preis beim renommierten Leeds International Piano Competition.
Zu seinen Auftrittsorten zählen der Wiener Musikverein, die Wigmore Hall, Cadogan Hall und Royal Albert Hall in London, das National Centre for the Performing Arts in Peking, das Teatro Colón in Buenos Aires, BOZAR in Brüssel, das Mozarteum Salzburg, die Shanghai Concert Hall, die Moscow Philharmonic Hall, der Grosse Saal des Moskauer Konservatoriums, deSingel in Antwerpen, De Doelen in Rotterdam, der Palast der Künste in Budapest und die Toyota City Concert Hall in Japan. Als Solist musizierte Pisarenko unter anderem mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, dem National Philharmonic Orchestra Warsaw, den London Mozart Players, der Brno Philharmonic und dem KBS Symphony Orchestra. 2018 zeichnete ihn die Association of Music Critics of Argentina mit dem "Revelation Award" aus.
Pisarenko gastierte bei bedeutenden internationalen Festivals, darunter das Internationale Chopin-Festival in Duszniki, das Michelangeli Piano Festival, das Diaghilev Festival und das Lerici Music Festival. In Lerici gestaltete er 2024 neben seinem Soloabend Beyond Borders auch Kammermusikprogramme, unter anderem mit dem Cellisten Adrian Brendel. 2025 eröffnete er das Liszt-Festival auf Schloss Schillingsfürst, zehn Jahre nachdem er dort selbst an der Internationalen Liszt-Akademie teilgenommen hatte.
Vitaly Pisarenko wurde 1987 in Kiew geboren und trat bereits im Alter von sechs Jahren erstmals öffentlich auf. Nach seiner Ausbildung in Kiew und Charkiw studierte er am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium bei Yuri Slesarev, einem Enkelschüler Samuel Feinbergs. Weitere Studien führten ihn an das Codarts Conservatorium Rotterdam sowie an das Royal College of Music in London zu Dmitri Alexeev, wo er sein Masterstudium mit Auszeichnung und das Artist Diploma abschloss. Weitere künstlerische Impulse erhielt er von Boris Petrushansky an der International Piano Academy "Incontri col Maestro" in Imola und von Elisabeth Leonskaja an der International Franz Liszt Piano Academy.
Seit 2020 unterrichtet Vitaly Pisarenko an der Purcell School for Young Musicians. 2021 wurde er zum Assistant Professor am Royal College of Music in London berufen, seit 2023 ist er dort Professor of Piano.
Samstag, 3. Oktober 2026, 17.00 Uhr
Kollegium Gambach, Freiburg
Programm:
Frédéric Chopin (1810-1849)
Polonaise fis-Moll op. 44
Muzio Clementi (1752-1832)
Sonate fis-Moll op. 25 Nr. 5
Franz Schubert (1797-1828)
Sonate fis-Moll D 571 (unvollendet)
Maurice Ravel (1875-1937)
Sonatine
Sergei Rachmaninov (1873-1943)
Prelude fis-Moll op. 23 Nr. 1
Sonate Nr. 1 fis-Moll op. 11


Uladzislau Khandohi
SA 7. Februar 2026,
17.00 Uhr
Aksinya Potemkina
SO 8. Februar 2026,
17.00 Uhr
Aksinya Potemkina fasziniert mit ihrer immensen Virtuosität, eindrucksvollen emotionalen
Tiefe und beispiellosen technischen Perfektion.
"Aksinyas Spiel war schlichtweg atemberaubend! Es war so mühelos, so elegant..."
Boris Berezovsky
Veranstaltungsort
Aula, Kollegium Gambach, Freiburg
Kollegium Gambach (Gebäude D),
Av. Louis-Weck-Reynold 9, 1700 Fribourg
Schweiz
Das Kollegium Gambach entstand aus der ehemaligen « Ecole Supérieure pour jeunes filles », die im Jahr 1905 von der Kongretation der Ursu-linenschwestern gegründet wurde. Zwischen 2009 und 2012 wurden drei neue Schulbauten (B, C, D) errichtet. Das Hauptgebäude (A) wurde vollständig renoviert. Im September 2014 wurde das neue Kollegium Gambach eingeweiht.



