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Nikita Mndoyants

Pianist und Komponist Nikita Mndoyants verbindet interpretatorische Eleganz mit schöpferischer Durchdringung. Sein Spiel zeichnet sich durch Transparenz, strukturelle Klarheit und eine fein abgestufte klangliche Gestaltung aus – getragen von einem Denken, das vom Notentext bis in seine innersten Schichten reicht. Virtuosität entfaltet sich bei ihm als organischer Bestandteil einer durchdachten musikalischen Architektur und als Ausdruck eines reichen inneren Klangraums.

Bereits früh wurde er als „ausgezeichneter Pianist sowie kluger und tiefgründiger Musiker“ (Gramophone) gewürdigt. Diese Einschätzung bestätigt eindrucksvoll seine 2024 beim französischen Label Aparté erschienene Aufnahme mit Werken von Prokofiev. Le Club de Médiapart schrieb: „Nikita Mndoyants ist ein Künstler erster Klasse … Die Eleganz der Linien, die Kunst der Stille und des musikalischen Diskurses – ist das nicht alles grossartig? Lassen Sie Ihrer Empfindsamkeit freien Lauf, Mndoyants kümmert sich um den Rest.“


ClassiqueNews hob seine „aussergewöhnliche, suggestive Flexibilität“ hervor und betonte, wie er unter der rhythmischen Struktur neue, traumhafte und subtil lyrische Ebenen freilegt, die das Verständnis von Prokofiev erneuern. Die Aufnahme wurde zudem vom Magazin Diapason mit fünf Sternen ausgezeichnet.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte Nikita Mndoyants mit dem Gewinn des Internationalen Klavierwettbewerbs von Cleveland 2016. Bereits zuvor hatte er 2007 den Ersten Preis beim Internationalen Paderewski-Wettbewerb erhalten und war 2013 Finalist beim Internationalen Van Cliburn-Wettbewerb. Parallel dazu profilierte er sich als Komponist und wurde mit dem Ersten Preis beim Internationalen Myaskovsky-Komponistenwettbewerb (2014) sowie beim Internationalen Prokofiev-Komponistenwettbewerb (2016) ausgezeichnet – eine seltene Verbindung von interpretatorischer und schöpferischer Exzellenz.

Er arbeitet mit Dirigenten wie Charles Dutoit, Leonard Slatkin, Dmitry Sitkovetsky, Alexander Sladkovsky, Alexander Rudin, Mario Venzago und Valentin Uryupin zusammen und tritt regelmässig mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, dem Staatlichen Akademischen Symphonieorchester „Evgeny Svetlanov“, dem Orchester des Mariinsky-Theaters, dem St. Petersburger Philharmonischen Orchester sowie dem Moskauer Staatssinfonieorchester auf.

Als Solist ist Nikita Mndoyants in führenden Konzertsälen zu erleben, darunter in der Carnegie Hall New York, im Grossen Saal des Moskauer Konservatoriums, im Tschaikowski-Konzertsaal Moskau, im Mariinsky-Theater, in der Philharmonie St. Petersburg, in der Salle Cortot und im Auditorium du Louvre Paris, im Palais des Beaux-Arts Brüssel, im Rudolfinum Prag, in der Lotte Concert Hall Seoul, in der Philharmonie Luxemburg und in der Elbphilharmonie Hamburg.

Er ist Gast bedeutender Festivals wie des Klavier-Festivals Ruhr, des Chopin-Festivals in Duszniki-Zdrój, des Internationalen Mariinsky-Klavierfestivals, des International Keyboard Institute and Festival in New York, des Brevard Music Festival, der International Piano Series Freiburg, des Gilmore Keyboard Festival sowie des Festivals InClassica.

Seit 2012 ist er Artist in Residence beim Internationalen Musikfestival Wissembourg, wo er neben solistischen und kammermusikalischen Programmen regelmässig eigene Werke präsentiert. Seine besondere Affinität zur Kammermusik entwickelte sich früh, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Borodin-Quartett; seither musiziert er mit Ensembles wie dem Brentano String Quartet und dem Quatuor Ébène. Seine Werke für Klavier und Kammermusik sind bei den Verlagen Composers, Muzyka und Jurgenson verlegt und werden von renommierten Künstlern und Ensembles aufgeführt.

Seine Diskografie umfasst Solo- und Kammermusikaufnahmen bei Classical Records, Melodiya und Praga Digitals. 2017 erschien seine erste Solo-CD bei Steinway & Sons mit Werken von Beethoven, Prokofiev und Schumann. Seine erste Aufnahme – ein Live-Mitschnitt aus Helsinki – entstand bereits im Alter von zehn Jahren.

Nikita Mndoyants studierte an der Zentralen Musikschule Moskau bei Tamara Koloss sowie am Staatlichen Tschaikowski-Konservatorium in Moskau Komposition bei Alexander Tschaikowski und Klavier bei Nikolai Petrow und Alexander Mndoyants. Er lebt heute in Frankreich.

Samstag, 19. September 2026, 17.00 Uhr
Kollegium Gambach, Freiburg


Programm:


Sergei Prokofiev (1891-1953)
6 Stücke für Klavier aus Prokofievs Ballett Aschenbrödel op. 102
 

Sergei Prokofiev (1891-1953)

Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83
 

Modest Mussorgsky (1837-1881)
Bilder einer Ausstellung


 

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PROKOFIEV

Veröffentlichung: 16. Februar 2024

Der Pianist Nikita Mndoyants widmet diese Aufnahme Prokofiev, dessen Musik ihn seit seinen frühen Tagen begleitet. Er vereint darauf die vierte Sonate „Aus alten Notizbüchern“ und die achte Sonate, die zu den sogenannten „Kriegssonaten“ gehört, sowie eine Bearbeitung des Scherzos aus der fünften Sinfonie. Damit gibt Nikita Mndoyants uns einen Einblick in die verschiedenen Facetten des Komponisten und zeigt den Reichtum einer Sprache, die aussergewöhnliche Virtuosität, einen Sinn für Verzauberung und beissende Ironie vereint.

Als Kontrapunkt spielt er ein von ihm selbst komponiertes Nocturne für Klavier. Damit setzt er die russische Tradition der Pianisten-Komponisten fort und tritt in die Fussstapfen von Russlands „enfant terrible“.

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CD-Kritik

Veröffentlichung: 3. Mai 2024

"Nikita Mndoyants ist ein Künstler erster Klasse, dessen bei Aparté erschienene CD Sie begeistern wird. Die Eleganz der Linien, die Kunst der Stille und des musikalischen Diskurses – ist das nicht alles großartig? Lassen Sie Ihrer Empfindsamkeit freien Lauf, Mndoyants kümmert sich um den Rest."

​Le Club de Médiapart, Februar 2024

 

"Mit einer aussergewöhnlichen, suggestiven Flexibilität beleuchtet der Pianist eine weitere Facette von Prokofiev, einem Komponisten, den

er seit seiner Jugend gut kennt. Unter der rhythmischen Struktur und Logik sieht Mndoyants zahlreiche Gegenstimmen, oft traumhaft und subtil lyrisch, die von einem sehr reichen Innenleben und einer grenzenlosen Vorstellungskraft zeugen.

So sind neue Klang- und Poesielandschaften möglich, die unser Verständnis von Prokofiev

völlig erneuern."

​ClassicNews, Februar 2024

""Als inspirierter Komponist realisiert der Pianist hier das Scherzo der

5. Symphonie mit einer detaillierten, knisternden Energie, die die Struktur implodieren lässt und gleichzeitig ihren Zusammenhalt bewahrt:

eine bewundernswerte Konzeption, die singen und voranschreiten kann.

 

Als Komponist weiss der Pianist die Zeit zu suspendieren, indem er in seinem Stück „Nocturne“ mit der Resonanz und der Länge des Klangs spielt,

dessen neblige, evokative Textur Zeit und Raum zu hinterfragen scheint;

das Ende realisiert sich in einer ungelösten Suspension,

wie eine Frage ohne Antwort."

ClassiqueNews

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Veranstaltungsort

Aula Magna,
Universität Freiburg

Universität Freiburg, Miséricorde

Av. de l'Europe 20, 1700 Freiburg

Schweiz

Der monumentale Stahlbetonbau ist einerseits den visionären Architekten Denis Honegger und Fernand Dumas zu verdanken, andererseits aber auch den hervorragenden Ingenieuren Alexandre Sarrasin, Beda Hefti, Henri Gicot und  Jean Barras.

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Veranstaltungsort

Aula, Kollegium Gambach, Freiburg

Kollegium Gambach (Gebäude D),

Av. Louis-Weck-Reynold 9, 1700 Fribourg

Schweiz

Das Kollegium Gambach entstand aus der ehemaligen « Ecole Supérieure pour jeunes filles »,  die im Jahr 1905 von der Kongretation der Ursu-linenschwestern gegründet wurde. Zwischen 2009 und 2012 wurden drei neue Schulbauten (B, C, D) errichtet. Das Hauptgebäude (A) wurde vollständig renoviert. Im September 2014 wurde das neue Kollegium Gambach eingeweiht. 

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Angebote für Kinder und Jugendliche

Eintrittspreise ab
10 CHF

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