
Samstag, 19. September 2026, 17.00 Uhr
Kollegium Gambach, Freiburg
Nikita
Mndoyants
Eleganz, Individualität und Transparenz zeichnen das Spiel
des Ausnahmepianisten und Komponisten Nikita
Mndoyants, glänzender Gewinner der Cleveland
International Piano Competition 2016, aus.
CHF 60 (I) ∙ CHF 50 (II)
CHF 25 (Junior 17-25) ∙ CHF 10 (Kids 5-16)
© Gregory Massat
1 Getränk
inklusive
Nikita Mndoyants
Pianist und Komponist Nikita Mndoyants verbindet interpretatorische Eleganz mit schöpferischer Durchdringung. Sein Spiel zeichnet sich durch Transparenz, strukturelle Klarheit und eine fein abgestufte klangliche Gestaltung aus – getragen von einem Denken, das vom Notentext bis in seine innersten Schichten reicht. Gramophone beschreibt ihn als «expressiven Lyriker», als Pianisten von Eleganz und Fantasie, mit einem runden, fliessenden Klang und einem ausgeprägten Gespür für Linie, Textur und Form.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Mndoyants mit dem Ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb von Cleveland 2016. Bereits 2007 gewann er den Ersten Preis beim Internationalen Paderewski-Klavierwettbewerb, 2013 war er Finalist beim Internationalen Van Cliburn-Wettbewerb. Parallel dazu profilierte er sich als Komponist und wurde mit dem Ersten Preis beim Internationalen Myaskovsky-Komponistenwettbewerb 2014 sowie beim Internationalen Prokofiev-Komponistenwettbewerb 2016 ausgezeichnet.
Eine besondere Stellung in seinem Repertoire nimmt die Musik Sergei Prokofievs ein, die ihn seit seiner Jugend begleitet. Seine 2024 beim französischen Label Aparté erschienene Aufnahme mit den Klaviersonaten Nr. 4 und 8, seiner eigenen Transkription des Scherzos aus Prokofievs Fünfter Symphonie und seinem eigenen Nocturne fand international grosse Beachtung. ClassiqueNews rühmte seine «intime Kenntnis der ambivalenten und verstörenden Welten Prokofievs» und eine Virtuosität, die «differenziert, denkt und nuanciert». Laut Gramophone «fügt sich Mndoyants nahtlos in eine russisch-sowjetische Tradition fantasievoller Arrangeure ein – von Rachmaninov über Pletnev bis hin zu Volodos.» Die Aufnahme wurde mit 5 Diapasons ausgezeichnet.
Mndoyants arbeitet mit renommierten Dirigenten wie Charles Dutoit, Leonard Slatkin, Vassily Sinaisky, Dmitry Sitkovetsky, Alexander Liebreich, Alexander Sladkovsky und Mario Venzago zusammen. Seine Auftritte führten ihn unter anderem in die Carnegie Hall New York, Elbphilharmonie Hamburg, Philharmonie Luxembourg, Salle Cortot und das Auditorium du Louvre in Paris, BOZAR Brüssel, Rudolfinum Prag, Lotte Concert Hall Seoulund die Warschauer Nationalphilharmonie.
Er ist Gast bedeutender Festivals und Konzertreihen wie des Klavier-Festivals Ruhr, des Chopin-Festivals in Duszniki-Zdrój, des Gilmore Keyboard Festival, des International Keyboard Institute and Festival in New Yorkund der International Piano Series in der Schweiz. Seit 2012 ist er Artist in Residence beim Festival International de Musique de Wissembourg in Frankreich, wo er solistisch und kammermusikalisch auftritt und auch eigene Werke präsentiert.
Die Kammermusik nimmt einen wichtigen Platz in Mndoyants’ künstlerischer Tätigkeit ein. Er musizierte unter anderem mit dem Borodin-Quartett, dem Brentano String Quartet, dem Quatuor Ébène, dem Zemlinsky Quartet und dem Szymanowski Quartet sowie mit Künstlern wie Dmitry Sitkovetsky, Andrej Bielow, Lev Sivkov und Patrick Messina. Seine eigenen Werke für Klavier und Kammermusik sind bei Composers, Muzyka und Jurgenson verlegt und wurden unter anderem von Daniel Hope, Alexander Rudin und Nicolas Stavy aufgeführt.
Mndoyants’ hochgelobte Diskografie umfasst Solo- und Kammermusikaufnahmen bei Classical Records, Melodiya, Praga Digitals, Steinway & Sons und Aparté. Sein 2017 bei Steinway & Sons erschienenes Soloalbum mit Werken von Beethoven, Schumann und Prokofiev erhielt fünf Sterne von Pianist Magazine; seine 2024 bei Aparté veröffentlichte Prokofiev-Aufnahme wurde mit 5 Diapasons ausgezeichnet.
2026 erschien mit Rachmaninovs Drittem Klavierkonzert der erste Teil eines auf mehrere Spielzeiten angelegten Rachmaninov-Projekts mit dem Orchestre Appassionato unter Mathieu Herzog an der Seine Musicale in Paris; SRF widmete der Neuerscheinung im Mai eine Ausgabe der Sendung Concerto und strahlte die vollständige Aufnahme des Dritten Klavierkonzerts aus. Seine erste Aufnahme – ein Live-Mitschnitt aus Helsinki – entstand bereits im Alter von zehn Jahren.
Nikita Mndoyants studierte an der Zentralen Musikschule Moskau bei Tamara Koloss sowie am Staatlichen Tschaikowski-Konservatorium Klavier bei Nikolai Petrow und Alexander Mndoyants und Komposition bei Alexander Tschaikowski. Er lebt heute in Frankreich.
Samstag, 19. September 2026, 17.00 Uhr
Kollegium Gambach, Freiburg
Programm:
Sergei Prokofiev (1891-1953)
6 Stücke für Klavier aus Prokofievs Ballett Aschenbrödel op. 102
Sergei Prokofiev (1891-1953)
Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83
Modest Mussorgsky (1837-1881)
Bilder einer Ausstellung



PROKOFIEV
Veröffentlichung: 16. Februar 2024
Der Pianist Nikita Mndoyants widmet diese Aufnahme Prokofiev, dessen Musik ihn seit seinen frühen Tagen begleitet. Er vereint darauf die vierte Sonate „Aus alten Notizbüchern“ und die achte Sonate, die zu den sogenannten „Kriegssonaten“ gehört, sowie eine Bearbeitung des Scherzos aus der fünften Sinfonie. Damit gibt Nikita Mndoyants uns einen Einblick in die verschiedenen Facetten des Komponisten und zeigt den Reichtum einer Sprache, die aussergewöhnliche Virtuosität, einen Sinn für Verzauberung und beissende Ironie vereint.
Als Kontrapunkt spielt er ein von ihm selbst komponiertes Nocturne für Klavier. Damit setzt er die russische Tradition der Pianisten-Komponisten fort und tritt in die Fussstapfen von Russlands „enfant terrible“.

CD-Kritik
Veröffentlichung: 3. Mai 2024
"Nikita Mndoyants ist ein Künstler erster Klasse, dessen bei Aparté erschienene CD Sie begeistern wird. Die Eleganz der Linien, die Kunst der Stille und des musikalischen Diskurses – ist das nicht alles großartig? Lassen Sie Ihrer Empfindsamkeit freien Lauf, Mndoyants kümmert sich um den Rest."
Le Club de Médiapart, Februar 2024
"Mit einer aussergewöhnlichen, suggestiven Flexibilität beleuchtet der Pianist eine weitere Facette von Prokofiev, einem Komponisten, den
er seit seiner Jugend gut kennt. Unter der rhythmischen Struktur und Logik sieht Mndoyants zahlreiche Gegenstimmen, oft traumhaft und subtil lyrisch, die von einem sehr reichen Innenleben und einer grenzenlosen Vorstellungskraft zeugen.
So sind neue Klang- und Poesielandschaften möglich, die unser Verständnis von Prokofiev
völlig erneuern."
ClassicNews, Februar 2024
""Als inspirierter Komponist realisiert der Pianist hier das Scherzo der
5. Symphonie mit einer detaillierten, knisternden Energie, die die Struktur implodieren lässt und gleichzeitig ihren Zusammenhalt bewahrt:
eine bewundernswerte Konzeption, die singen und voranschreiten kann.
Als Komponist weiss der Pianist die Zeit zu suspendieren, indem er in seinem Stück „Nocturne“ mit der Resonanz und der Länge des Klangs spielt,
dessen neblige, evokative Textur Zeit und Raum zu hinterfragen scheint;
das Ende realisiert sich in einer ungelösten Suspension,
wie eine Frage ohne Antwort."
Alexander Romanovsky
SO 8. März 2026,
17.00 Uhr

Lukas Geniušas
SO 6. September 2026,
17.00 Uhr
hat sich der russisch-litauische Pianist
fest als einer der aufregendsten und einzigartigsten Künstler seiner Generation
Veranstaltungsort
Aula Magna,
Universität Freiburg
Universität Freiburg, Miséricorde
Av. de l'Europe 20, 1700 Freiburg
Schweiz
Der monumentale Stahlbetonbau ist einerseits den visionären Architekten Denis Honegger und Fernand Dumas zu verdanken, andererseits aber auch den hervorragenden Ingenieuren Alexandre Sarrasin, Beda Hefti, Henri Gicot und Jean Barras.
Veranstaltungsort
Aula, Kollegium Gambach, Freiburg
Kollegium Gambach (Gebäude D),
Av. Louis-Weck-Reynold 9, 1700 Fribourg
Schweiz
Das Kollegium Gambach entstand aus der ehemaligen « Ecole Supérieure pour jeunes filles », die im Jahr 1905 von der Kongretation der Ursu-linenschwestern gegründet wurde. Zwischen 2009 und 2012 wurden drei neue Schulbauten (B, C, D) errichtet. Das Hauptgebäude (A) wurde vollständig renoviert. Im September 2014 wurde das neue Kollegium Gambach eingeweiht.



