Georgijs Osokins

Internationale Aufmerksamkeit erregte Georgijs Osokins durch seine Teilnahme am Chopin-Wettbewerb 2015 im Alter von 19 Jahren, bei dem seine Darbietungen entweder mit Superlativen bestaunt wurden oder aber zu Kontroversen führten.

Er war einer der klaren Publikumslieblinge und der meistdiskutierte Teilnehmer. In Kritiken wurde er als «aussergewöhnlich und unberechenbar» bezeichnet. Schon vor dem Finale erhielt er Einladungen, die oft nur den Preisträgern vorbehalten sind, wie z. B. für ein Solo-Rezital beim renommierten Festival «Chopin und sein Europa» in Warschau und für seine erste Japan-Tournee sowie weitere Engagements weltweit. Dazu gehörten Auftritte in der NOSPR Concert Hall in Kattowitz, der Tokyo Metropolitan Theatre Hall, der Zaryadye Concert Hall in Moskau und Rezitale in der Schweiz, Deutschland, den Vereinigten Staaten, Kanada, Russland, Irland und Grossbritannien. Georgijs Osokins gab wichtige Debüts im Konzerthaus Berlin und im Vancouver Playhouse, wo er Nelson Freire ersetzte.

Seit 2018/19 arbeitet er mit Gidon Kremer zusammen und spielt Chopins Kammermusik, Werke von Weinberg und Silvestrov und tourt durch Grossbritannien, Irland, Russland, Polen, Deutschland, Asien und die USA. Zusammen mit Lucas Debargue wurde Georgijs Osokins von Gidon Kremer zum ersten ständigen Gastkünstler der Kremerata Baltica in ihrer 22-jährigen Geschichte ernannt. Im Mai 2019 veröffentlichte Piano Classics sein neustes Album mit Werken von Rachmaninov. 2019 gab Georgijs Osokins beim Klavier-Festival Ruhr, in der Laeiszhalle in Hamburg, bei den International Piano Series in Bern und in der Elbphilharmonie in Hamburg wichtige Debüts.












Georgijs Osokins, aus einer Pianisten-Familie stammend, begann sein Studium bei seinem Vater, Professor Sergejs Osokins, einem bedeutenden Lehrer und Pianisten in Lettland. Danach studierte er an der The Juilliard School bei Sergej Babayan in New York und nach seiner Rückkehr nach Europa bei Georg Friedrich Schenck in Deutschland. Georgijs Osokins genoss Privatunterricht bei Sir András Schiff, Dmitri Bashkirov und Oleg Maisenberg. Georgijs Osokins gewann den ersten Preis beim Manhattan International Music Competition 2018 in New York. Im März 2016 erhielt er den lettischen Grand Music Award, die höchste Auszeichnung in der Musikindustrie Lettlands, und ist damit der jüngste Preisträger in der Geschichte der Awards. Im November 2018 erhielt Georgijs Osokins das Verdienstkreuz (in Silber) des Präsidenten der Republik Polen.

Das britische Label «Piano Classic» veröffentlichte im Jahr 2016 Georgijs Osokins Debütalbum mit Chopins Spätwerken, darunter die h-Moll Sonate op. 58. Diese Aufnahme wurde von der internationalen Kritik enthusiastisch aufgenommen: «Osokins' Debüt erweist sich als eine der persönlichsten, gleichsam eine der schlüssigsten und spannendsten Chopin-Veröffentlichungen der letzten Jahre». Sein Spiel ist funkelnd und lebendig, seine pianistischen Ausführungen sind von Farbigkeit und vielschichtiger Dynamik geprägt. Im gleichen Jahr hat auch das Chopin Institut in Polen beim eigenen CD-Label die gleiche Sonate in der Interpretation von Georgijs Osokins herausgebracht. Im Mai 2019 erschien beim Label «Piano Classic» seine Rachmaninov-CD, die sofort das Prädikat «superb» (Pizzicato) bekommen hat: «Osokins unterscheidet sich sehr von den besten Interpretationen anderer Pianisten, ob es sich dabei um Ashkenazy oder Trifonov handelt. Er ist emotionaler, dringt tiefer in die Gefühlswelt Rachmaninovs ein und entwickelt ein besonders feines Gespür für die typisch russische Melancholie der Musik, ohne sie je zu versüssen». Georgijs Osokins spielt auf seiner eigenen, massgeschneiderten Klavierbank von Fazioli.

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Veranstaltungsort

Aula Magna,
Universität Freiburg

Universität Freiburg, Miséricorde

Av. de l'Europe 20, 1700 Freiburg

Schweiz

Der monumentale Stahlbetonbau ist einerseits den visionären Architekten Denis Honegger und Fernand Dumas zu verdanken, andererseits aber auch den hervorragenden Ingenieuren Alexandre Sarrasin, Beda Hefti, Henri Gicot und  Jean Barras.

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