

Sonntag, 4. Oktober 2026, 17.00 Uhr
Kollegium Gambach, Freiburg
© Mateusz Zahora
Claire
Huangci
Die amerikanische Pianistin Claire Huangci
fasziniert ihr Publikum durch „glitzernde Virtuosität,
gestalterische Souveränität, hellwache Interaktion
und feinsinnige Klangdramaturgie“
(Salzburger Nachrichten).
CHF 60 (I) ∙ CHF 50 (II)
CHF 25 (Junior 17-25) ∙ CHF 10 (Kids 5-16)
1 Getränk
inklusive
Claire Huangci
Claire Huangci begeistert mit einer leuchtenden Klangkultur und einer temperamentvollen, hochkonzentrierten Bühnenpräsenz. Ihr Spiel vereint federnde Virtuosität mit kluger Strukturierung und einer wachen, neugierigen Musizierhaltung. Jede Interpretation wirkt lebendig und unmittelbar, zugleich präzise durchdacht und von feiner klanglicher Differenzierung getragen. Thomas Schacher schrieb in der Neuen Zürcher Zeitung: "Ein übergeordnetes Merkmal von Huangcis Klavierspiel findet man in ihrer Konzentration, ihrer Imaginationskraft, ihrer Phantasie und der resultierenden Poesie der Interpretation."
Mit unbändigem Entdeckergeist bewegt sie sich durch ein aussergewöhnlich breites Repertoire: von Bach und Scarlatti über die Wiener Klassik, die deutsche und russische Romantik bis hin zu amerikanischen Komponisten wie Gershwin, Barber, Bernstein oder Florence Price. Zentrale Meisterwerke stehen dabei neben Raritäten und Wiederentdeckungen, vollständige Werkzyklen neben immer neuen, überraschenden Programmkonstellationen.
2018 triumphierte Claire Huangci beim Concours Géza Anda in Zürich. "Sie überragte alle", schrieb SRF über die damals 28-jährige Amerikanerin. Bereits nach der Rezitalrunde und ihrer Mozart-Prüfung lag sie so deutlich vorne, dass das Schlusskonzert für SRF "fast nur noch Formsache" war. Huangci gewann sowohl den Ersten Preis als auch den Mozart-Preis.
Eine aussergewöhnliche künstlerische Kontinuität dokumentiert ihre umfangreiche Diskografie. Seit ihrem Debüt The Sleeping Beauty – Ballet Transcriptions mit Klaviertranskriptionen von Tschaikowsky und Prokofiev entstanden vierzehn hochgelobte und vielfach ausgezeichnete Veröffentlichungen, darunter mehrere Doppel- und Mehrfachalben sowie vollständige Werkzyklen. Ihr 2015 erschienenes Scarlatti-Doppelalbum mit 39 Sonaten erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik und wurde von Gramophone als Editor’s Choice ausgezeichnet.
2017 folgte mit A Chopin Diary die Gesamteinspielung der Chopin-Nocturnes. "Braucht es noch eine Aufnahme von Chopins Nocturnes? Eigentlich nein! Aber wer die brandneue Doppel-CD von Claire Huangci hört, sagt dann doch: Ja!", urteilte die Süddeutsche Zeitung. 2018 erschienen Beethoven Rarities sowie ihre Gesamteinspielung der 24 Préludes von Sergei Rachmaninov. Die Allgemeine Zeitung erlebte darin eine "rauschende Klanggewalt", verbunden mit "grösster Klarheit und Transparenz": "So leidenschaftlich und luzide zugleich bekommt man Rachmaninov nur selten zu hören."
Mit Paderewski and Chopin: Piano Concertos stellte Huangci 2019 Chopins Erstes Klavierkonzert dem selten gespielten Konzert von Ignacy Jan Paderewski gegenüber. Es folgten französische Kammermusik von Ravel und Chausson mit dem Trio Machiavelli – fünf Sterne im Fono Forum – und Pastorale mit Franz Liszts Klaviertranskription von Beethovens Sechster Sinfonie. Ihre 2021 erschienene Einspielung der Bach-Toccaten wurde ebenfalls vom Fono Forum mit fünf Sternen ausgezeichnet. 2022 nahm sie gemeinsam mit dem Geiger Marc Bouchkov Mendelssohns Werke für Violine und Klavier auf; das Magazin PIANIST vergab die Höchstwertung 10/10.
2023 erschien bei Alpha Classics ihre Aufnahme der Klavierkonzerte Nr. 15, 16 und 17 von Mozart mit dem Mozarteumorchester Salzburg unter Howard Griffiths. Das Fono Forum hörte ein "dynamisch vorwärtsdrängendes Spiel, das kunstvoll seelische Heiterkeit und Leichtigkeit verströmt" und schrieb: "Hier könnte eine gewichtige Mozart-Interpretin der Zukunft am Start sein." Im selben Jahr setzte Huangci mit der dreiteiligen Schubert-Edition META einen weiteren gewichtigen Akzent: Die Box umfasst die vier späten Klaviersonaten D 894, D 958, D 959 und D 960, die Klavierstücke D 946 sowie Lieder aus dem Schwanengesang mit dem Bariton Thomas E. Bauer und in Transkriptionen von Franz Liszt. concerti würdigte Huangcis "auratische Intensität" und "hypersensible Einfühlung" – und fasste zusammen: "Ganz grosse Klavierkunst!"
Mit Made in USA eröffnete Huangci 2024 ein neues Kapitel ihrer Zusammenarbeit mit Alpha Classics. Das Album mit Werken von George Gershwin, Amy Beach, Samuel Barber und Earl Wild wurde in die Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Klassik Heute vergab die Höchstwertung 10/10/10 und schrieb: "Pianistische Brillanz geht hier mit musikalischer Intelligenz einher. Das Ergebnis ist schlichtweg atemberaubend."
Anfang 2026 folgte Piano Heroines mit Werken von Fanny Hensel, Clara Wieck, Amy Beach und Florence Price. Das Album wurde mit einem Diapason d’Or ausgezeichnet und ebenfalls in die Bestenliste des Preises der deutschen Schallplattenkritik gewählt. Die Jury rühmte Huangcis "facettenreiche Erzähltiefe, farbenreiche Klangschönheit und atemberaubende Virtuosität".
Claire Huangci ist in bedeutenden Konzertsälen weltweit zu Gast, darunter die Carnegie Hall in New York, die Suntory Hall in Tokio, die Philharmonie de Paris, die Alte Oper Frankfurt, das Konzerthaus Dortmund, das Prinzregententheater München, die Elbphilharmonie Hamburg, die Philharmonie Berlin, das Wiener Konzerthaus und das Festspielhaus Salzburg. Sie ist regelmässig bei renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Rheingau Musik Festival und dem Klavier-Festival Ruhr zu erleben. Zunehmend tritt Huangci auch in einer Doppelrolle als Solistin und musikalische Leiterin vom Klavier aus auf.
Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit gestaltet Huangci zunehmend auch eigene künstlerische Projekte. Sie ist künstlerische Leiterin der Erbacher Kammerkonzerte. In der Schweiz steht sie im Zentrum der Konzertreihe Claire & Friends am Sempachersee.
Claire Huangci wurde 1990 in Rochester, New York, als Tochter zweier Naturwissenschaftler geboren. Mit sechs Jahren erhielt sie einen Steinway-Flügel, mit acht gewann sie die Goldmedaille beim World Piano Competition in Cincinnati und mit zehn Jahren spielte sie in Washington ein Privatkonzert vor dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Sie studierte am Curtis Institute of Music in Philadelphia bei Gary Graffman und Eleanor Sokoloff und setzte ihre Ausbildung ab 2007 bei Arie Vardi an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover fort. Heute ist sie Botschafterin des G. Henle Verlags.
"Unterstützt von dem traditionsreichen Mozarteumorchester Salzburg unter
der erfahrenen Leitung von Howard Griffiths entfaltet Huangci ein dynamisch vorwärtsdrängendes Spiel, das kunstvoll seelische Heiterkeit und Leichtigkeit verströmt. Hier könnte eine gewichtige Mozart-Interpretin der Zukunft
am Start sein.“ Fono Forum 2023
Samstag, 4. Oktober 2026, 17.00 Uhr
Kollegium Gambach, Freiburg
Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) / Carl Czerny (1791-1857) Fantasie brillante über Motive aus Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“ op. 493
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klaviersonate cis-Moll, op. 27/2, „Mondscheinsonate“
Frédéric Chopin (1810-1849)
Ballade Nr. 3 As-Dur op. 47
Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52
Fanny Mendelssohn-Hensel (1805-1847)
Capriccio h-Moll, H 349
Franz Schubert (1797–1828)
Klaviersonate G-Dur op. 78 D 894

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MADE IN USA
Veröffentlichung: 20. September 2024
Die Rhapsody in Blue, die bei ihrer Uraufführung 1924 als "Ein Experiment der modernen Musik" vorgestellt wurde, brachte George Gershwin zu Ruhm und er machte sich bald an die Arbeit an einer Version für Klavier solo, die Claire Huangci für dieses Album eingespielt hat.
Mit ihrer ersten Solo-CD für Alpha Classics feiert Claire Huangci nicht nur dieses 100. Jubiläum, sondern auch ihre US-amerikanischen Heimat, wo sie geboren wurde, Musik studierte und im Alter von neun Jahren ihr Debüt als Konzertpianistin gab. Der brillante Improvisator und Transkriptor Earl Wild (1915-2010) nahm Gershwins Songs (Liza, Fascinatin' Rhythm, Somebody Loves Me, I Got Rhythm, Embraceable You, Oh, Lady Be Good, The Man I Love) als Grundlage für seine Seven Virtuoso Etudes für Klavier solo. Ebenso virtuos ist die Sonate op. 26 von Samuel Barber, den Vladimir Horowitz (der das Werk im Dezember 1949 in Havanna uraufführte) als einen der wenigen Amerikaner ansah, die in der Lage waren, für das Klavier zu schreiben.
Die in New Hampshire geborene Komponistin Amy Beach liess sich von der Volksmusik der Neuen Welt und des Balkans inspirieren, behielt aber ihre von den Romantikern stammende harmonische Sprache bei. Ihre Variationen op. 60 (1904) zeugen von diesen Einflüssen.


BACH - TOCCATAS
Veröffentlichung: 10. September 2021
Wenn Claire Huangci über die Toccaten ins Schwärmen gerät, spricht sie über die unbekanntere Seite an Johann Sebastian Bach: den „eher skurrilen, fantasierenden und humorvollen Bach“, dessen Toccaten helle Farbtupfer in ihrem letzten Jahr waren. „Manchmal schwankte mein Körper beim Spielen fast wie bei einem Tanzen und die Musik nahm mein ganzes Wesen ein“ – und sie lernte viel über Berührung, um pianistisch zu sprechen: über den Anschlag.
Das italienische „toccare“ – „schlagen, berühren, betasten“ vermittelt schon in seiner ursprünglichen Wortherkunft die gesamte Bandbreite an pianistischen Herausforderungen, die Bach auch in der Zusammenstellung seiner sieben Toccaten versteckt. Claire Huangcis Auseinandersetzung mit den Werken geht dabei über die Studioaufnahme hinaus: Für den renommierten G. Henle Verlag editierte sie den Fingersatz, der interessierten Laien und Profis einen ungewohnt persönlichen Einblick in ihr Musizieren gibt.

Claire Huangci spielt Bach: 'Toccata in D Major, BWV 912: Presto - Fuga' von ihrem Album 'Bach Toccatas'.
Mit ihrem Album "Bach: Toccatas" schliesst sie nun eine musikalische Klammer fast bis zum Beginn ihrer professionellen Karriere, zu ihrem hochgelobten Scarlatti-Album, und zeigt erneut, wie nah ihr auch das barocke Repertoire ist: Mit Johann Sebastian Bachs abwechslungsreichen und spritzig-virtuosen Toccaten hat sie sich eine selten gehörte Werk-Sammlung zu eigen gemacht und präsentiert die gesamte emotionale Bandbreite des jungen Erwachsenen Bach.
Das Album beginnt mit der bekanntesten Toccata der Musikgeschichte, die man auf einer Solo-Klavier-Einspielung dennoch nicht erwarten würde. Busonis Transkription der weltberühmten Bach’schen d-Moll-Toccata, die in romantisierender Weise den gewaltigen Barock-Klang der Orgel auf die Klaviatur bannt, dient gleichsam als fesselnder Auftakt, reinigt die Tasten und macht gespannt auf den originalen Bach und seine insgesamt sieben Toccaten. Alle entstanden in Bachs Weimarer Jahren und machen ihn als einen Komponisten erlebbar, der zwar gedankenschwer-barocken Kontrapunkt erkennen lässt, diesen jedoch durch improvisatorische, virtuose Läufe und verträumte Langsamkeit kontrastiert.
Alexander Romanovsky
SO 8. März 2026,
17.00 Uhr
Lukas Geniušas
SO 6. September 2026,
17.00 Uhr
Veranstaltungsort
Aula, Kollegium Gambach, Freiburg
Kollegium Gambach (Gebäude D),
Av. Louis-Weck-Reynold 9, 1700 Fribourg
Schweiz
Das Kollegium Gambach entstand aus der ehemaligen « Ecole Supérieure pour jeunes filles », die im Jahr 1905 von der Kongretation der Ursu-linenschwestern gegründet wurde. Zwischen 2009 und 2012 wurden drei neue Schulbauten (B, C, D) errichtet. Das Hauptgebäude (A) wurde vollständig renoviert. Im September 2014 wurde das neue Kollegium Gambach eingeweiht.



